top of page

Hanze Hochschule Groningen

Zwei Studenten der Hanze Hochschule in Groningen haben den Einsatz von Heatsavr zur Reduzierung des Energieverbrauchs in Hallenbädern erforscht. Sowohl Labortests als auch der Praxistest in einem Hallenbad haben gezeigt, dass das Produkt effektiv Energie spart.

Schwimmbäder verbrauchen eine Menge Energie, denn schließlich muss das Schwimmwasser warm gehalten werden. Der hohe Energieverbrauch entsteht durch den Wärmeverlust an das Schwimmbadgebäude und die Verdunstung des Schwimmwassers, die es abkühlt. Diese Verdunstung führt auch zu einer (zu) hohen Luftfeuchtigkeit und damit zur Notwendigkeit, den Raum mit relativ trockener, aber kalter Außenluft zu erneuern.

Das Mittel Heatsavr wird in Wüstengebieten eingesetzt, um die Verdunstung von Wasser aus Trinkwasserreservoirs zu reduzieren. Seit einiger Zeit wird es in den Niederlanden an Schwimmbäder verkauft, um die Verdunstung des Schwimmwassers zu reduzieren. Hierdurch soll Energie eingespart werden. Der genaue Effekt von Heatsavr ist jedoch schwer zu messen. Das Energiemanagement eines Schwimmbads wird stark von äußeren Faktoren, wie der Außentemperatur, der Windgeschwindigkeit und der Luftfeuchtigkeit beeinflusst.

Im „Entrance Innovation Centre“ der Hanze Hochschule Groningen begannen unsere Studenten eine Versuchsreihe, um Heatsavr unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Das Experiment wurde in einem isolierten Aquarium mit 30*C heißem Wasser durchgeführt. Der Energieverlust durch Wasserverdunstung wurde dann durch die Abkühlung des Wassers im Aquarium ermittelt. Die Versuchsreihe zeigte, dass durch die Zugabe von Heatsavr zum Wasser eine Einsparung von etwa 100 Watt pro Quadratmeter erreicht werden konnte. Dies entspricht einer Einsparung von 10 m3 Erdgas pro Quadratmeter Wasserfläche und Jahr.

Das Experiment wurde dann im subtropischen Schwimmbad „Aqualaren“ in Zuidlaren wiederholt. Unter praktischen Schwimmbadbedingungen wurden die Laborergebnisse bestätigt, wenn auch die Einsparung etwas geringer ausfiel: 80 Watt pro Quadratmeter. Diese geringere Einsparung erklärt sich aus der Tatsache, dass die Luft in einem Schwimmbad relativ warm und feucht ist, was die Verdunstung des Wassers einschränkt.

Weniger Verdunstung von Schwimmwasser führt zu einer geringeren Luftfeuchtigkeit. Dadurch muss weniger Luft im Schwimmbad ausgetauscht werden. Dies führt zu einer zusätzlichen Einsparung, da der Austausch von warmer Innenluft mit relativ kalter Außenluft mit zusätzlichen Energieverlusten verbunden ist. Das ist selbst dann der Fall, wenn ein Wärmerückgewinnungssystem -wie im Schwimmbad „Aqualaren“- vorhanden ist.

Beim Einsatz von Heatsavr in der praktischen Situation eines Hallenbades ist es wichtig, dass die Luftzirkulation an die reduzierte Luftfeuchtigkeit angepasst wird. Ohne diese Anpassung würde die Luftfeuchtigkeit über dem Wasser aufgrund von Heatsavr auf niedrige Werte fallen. Dadurch steigt  die Verdunstung stark an und die Wirkung von Heatsavr wird weitgehend aufgehoben.

 

Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Wirkung von Heatsavr in der praktischen Situation eines Schwimmbades geringer ist als unter Laborbedingungen. In erster Linie schwimmt Heatsavr idealerweise als (unsichtbarer) Film auf dem Schwimmbadwasser. Tagsüber, bei vielen Schwimmaktivitäten, ist dies nicht der Fall. Nachts ist die Wirkung jedoch optimal. Zudem wird Heatsavr auf natürliche Weise durch das (gechlorte) Schwimmbadwasser abgebaut. Experimente in „Aqualaren“ mit Wasser aus dem Schwimmbad zeigten, dass die Wirkung von Heatsavr nach 12 Stunden um etwa die Hälfte reduziert war. Heatsavr sollte daher täglich, am besten unmittelbar nach den Schwimmaktivitäten, dem Badewasser zugegeben werden.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Luftzirkulation so eingestellt ist, dass die Luftfeuchtigkeit über dem Becken gleich bleibt, kann aus den Versuchen geschlossen werden, dass Heatsavr zu einer Einsparung von 20% bei der Verdunstung führt. Für ein durchschnittliches Schwimmbad, also einschließlich der Wärmeverluste durch das Gebäude, ergibt sich eine Einsparung von etwa 10 %.

Die Ergebnisse aus dem Aquarium werden durch die Ergebnisse der Verwendung von Heatsavr im „Aqualaren“ Schwimmbad bestätigt. Trotz der Tatsache, dass das erste Halbjahr 2013 relativ kalt war, war der Gasverbrauch von „Aqualaren“ 10 % niedriger als 2012. Dies entspricht einer Energieeinsparung von ca. 60m3 Erdgas pro Quadratmeter Schwimmfläche pro Jahr.

Referentie Hanzehogeschool Groningen
bottom of page